Dortmund sucht Dein Talent, Dokumentation, 2010, als PDF, ca. 2.5

March 14, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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EIN PROJEKT DER AUSLANDSGESELLSCHAFT NRW UND DER MULITLATERAL ACADEMY

MODE FÖRD L L PRO JEK T ZUR R E L L E E RUNG IN T ERK NU L E R N E N D IN T E R R U LT U E NS BE I JUGE L IGIÖ S E N NDL IC HEN 2008 - 2009

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Zitate

DAS SAGEN TEILNEHMER ZU „DORTMUND SUCHT DEIN TALENT“ (DSDT)

DsdT hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe auch Vieles gelernt wie z.B. laut auf der Bühne zu sprechen, sich nicht mit dem Rücken zum Publikum stellen und noch vieles mehr... PALINA, 15

Ohne DsdT hätte ich wohl nie die Chance bekommen, professionell einen eigenen Film zu drehen. DsdT hat uns Jugendlichen geholfen, kreativ aktiv zu werden! K ATARINA, 15

DsdT hat mir vieles gebracht, in erster Linie aber neue Freunde und die Entscheidung, mich mehr für andere Menschen einzusetzen. GINA, 17

DsdT war ein tolles Erlebnis. Ich hab neue Tanzstile und Tänzer/innen kennen gelernt. ERK AN, 18

Für mich war DsdT ein super Projekt, ich lernte sehr viele neue Leute mit gleichen Interessen und unterschiedlichen Kulturen kennen. NICOLE, 17

Ich habe durch DsdT mehr Selbstbewusstsein bekommen und ich weiß jetzt endlich, dass es mir egal sein kann, was die Anderen denken, solange ich weiß, was ich kann! VANESSA, 16

Grußwort SEITE 03

GRUßWORT

Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter der Landesregierung NRW

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Jugendliche,

Nordrhein-Westfalen ist ein Land, das stolz auf seine regionale und kulturelle Vielfalt ist. Keine Region hat mehr Erfahrung damit, Gegensätze zu überwinden und aus Fremden gleichberechtigte und selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger zu machen. Das Projekt „Dortmund sucht dein Talent“ ist dafür ein gutes Beispiel.

miteinander sprechen und nicht übereinander, dann kann Integration gelingen. Über 220 Jugendliche konnten im vergangenen Jahr in Dortmund diese Erfahrung machen. Unter anderem durch Tanz und Film haben sie sich mit den Chancen und Problemen eines Zusammenlebens verschiedener Kulturen und Religionen auseinandergesetzt.

Unser Land verändert sich. Der Alltag in Nordrhein-Westfalen ist untrennbar mit dem Thema Integration verbunden. Unser Zusammenleben ist stärker denn je von einer Vielzahl von Gruppen unterschiedlicher ethnischer, kultureller, sozialer und religiöser Herkunft geprägt, die unserem Land ein freundliches und buntes Gesicht geben. Bereits heute hat fast jeder vierte Einwohner Nordrhein-Westfalens eine Zuwanderungsgeschichte, die Teil der eigenen oder familiären Identität ist. Integration bedeutet aber nicht die Aufgabe eigener kultureller Wurzeln, bedeutet nicht Assimilation. Vielmehr gilt es, Antworten auf die Frage zu finden, wie viel kulturelle Eigenheit gelebt werden kann und notwendig ist, damit Integration und Zusammenleben gelingen.

Es ist ermutigend und erfreulich zu sehen, wie viele innovative Ideen in den vergangenen Jahren auf der kommunalen Ebene für eine bessere Integration der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte entwickelt und umgesetzt worden sind. „Dortmund sucht dein Talent“ hat gezeigt, dass Integration vor Ort stattfindet. In den Gemeinden, Städten und Stadtteilen entscheidet sich, ob die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gelingt. In den Kommunen liegt die Basis für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander aller am Gemeinwesen Beteiligten. In diesem Sinne möchte ich mich für das Engagement aller Mitwirkenden an dieser Stelle herzlich bedanken.

Besonders im Rahmen der Kunst und Kultur leben wir von Vielfalt – von bunten, abwechslungsreichen und spannenden Elementen und Ideen. Das hat sich das Projekt „Dortmund sucht dein Talent“ zu Nutze gemacht. Kunst und Kultur sind längst durch Vielfalt geprägt und schaffen es, dass Menschen aufeinander zu gehen. Und nur wenn wir

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kufen

SEITE 404 Das Projekt

DER PROJEKTBERICHT Im Herbst 2007 zeigte das ZDF die Dokumentation „Rap, Koran und Oma Bonke“ – einen Dreiteiler über die Dortmunder Nordstadt. In diesem Bezirk liegt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei durchschnittlich fast 58% und der Jugendquotient bei ca. 31,7%. Der Film zeigte die daraus resultierenden Probleme, aber auch die Potentiale des sozialen Brennpunktes.

Das Projekt SEITE 05

Diese TV-Dokumentation nahmen die Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und die multilateral academy ggmbh, zwei in Dortmund ansässige Organisationen, zum Anlass, in Kooperation ein Projekt zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Lernens bei Jugendlichen in Dortmund zu entwickeln.

EIN PROJEKT ENTSTEHT Mehrere Monate haben sich die Verantwortlichen Benedikt Stumpf von der multilateral academy, Dirk Schubert von der Auslandsgesellschaft und der künstlerische Leiter Gandhi Chahine mit der Frage beschäftigt, wie sie eine große Zahl von Jugendlichen zu einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit interreligiösen und interkulturellen Themen motivieren könnten. Als Zielgruppen sollten auch Jugendliche mit Migrationshintergrund und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf einbezogen werden, die über „klassische“ Bildungsangebote nur schwer erreichbar sind. Und das Projekt sollte nicht innerhalb vorhandener Strukturen realisiert werden. Keine leichte Aufgabe! Von der ersten Idee bis zur endgültigen Version des Vorhabens verging fast ein Jahr, mit teilweise gravierenden Änderungen. Sehr hilfreich war in dieser Phase die Diskussion der Idee mit Externen – Fachleuten aus der Arbeit mit Jugendlichen und dem interkulturellen und interreligiösen Dialog –, die auf Schwachstellen hinwiesen und Änderungen vorschlugen. Im Sommer 2008 war es endlich geschafft: Das Vorhaben hatte soweit Gestalt angenommen, dass die Projektträger zuversichtlich sein konnten, dafür auch die notwendige Finanzierung zu erreichen. Unter dem Namen „Dortmund sucht dein Talent – entdecke deine Fähigkeiten“ zielte das geplante Modellprojekt darauf, bei Jugendlichen aus der Mehrheitsgesellschaft und mit Migrationshintergrund Akzeptanz für den möglichen Beitrag der verschiedenen Kulturen und Religionen bei der Lösung drängender Zukunftsfragen zu schaffen. Spielerisch sollten Erfahrungen ermöglicht werden, die einen emanzipatorischen Prozess in Gang setzen und soziale sowie kulturelle Kompetenzen fördern. Das Projekt wollte so Brücken bauen

zwischen kultureller Praxis, interreligiösem wie interkulturellem Dialog zwischen Jugendlichen und integrativer Arbeit in der Region. Geplant war, die Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema „Interreligiöser und interkultureller Dialog“ spielerisch über eine gestalterische, für Jugendliche medial vertraute Form des Lernprozesses erfolgen zu lassen. Das etwas sperrige Thema sollte über künstlerische Arbeit in Workshops in den Bereichen Musikproduktion, Film/Video, Tanz oder Schauspiel erarbeitet werden und so bis zu 160 Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren aus Dortmund ein Jahr lang eine für sie kostenlose Fortbildung ermöglichen. Entscheidender Schritt war dabei neben dem Erwerb von Qualifikationen und Fähigkeiten die Bearbeitung des Themas „Interreligiöser und Interkultureller Dialog“ aus Sicht der Jugendlichen und im Team, um so zu einer Stärkung der Persönlichkeit und des Zugehörigkeitsgefühls beizutragen. Da keine künstlerischen Fähigkeiten vorausgesetzt wurden, bot das Projekt einen niedrigschwelligen Zugang. Es gab keine Auswahl nach Leistung. Hierin unterschied sich das Vorhaben gravierend von bekannten Formaten im Fernsehen. Stattdessen baute das Projekt auf die wertschätzende Annahme, dass jeder Jugendliche über Talente verfügt. Diese müssen aber entdeckt und gezielt gefördert werden. Ein Baustein sollte darin bestehen, in die Workshops Phasen der Reflexion einzubauen, die mit der Methode der Zukunftswerkstatt arbeiten. ALLER ANFANG IST SCHWER Die geplante Projektlaufzeit von fast anderthalb Jahren, die Vielzahl von Maßnahmen und die avisierte Zahl von 160 teilnehmenden Jugendlichen führten zu einem finanziellen

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Das Projekt

positiven Rückmeldungen während der Vorbereitung nicht bereit. Motivierend wirkte in dieser schwierigen Zeit auch, dass Staatsministerin Prof. Dr. Böhmer, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und der Dortmunder Stadtdirektor und späterer Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Schirmherrschaft für „Dortmund sucht dein Talent“ übernahmen.

Foto oben: Probe des Theaterworkshops, Foto unten: InfoStand von „Dortmund sucht dein Talent“ auf der JOBfit 2009, einer Messe zur Berufsorientierung

Gesamtvolumen von ca. 300.000,- Euro. Selbst unter normalen Umständen wäre eine Finanzierung in dieser Größenordnung keine Kleinigkeit gewesen, noch viel weniger war sie es im Herbst 2008. Ein Antrag auf Förderung des Vorhabens in Höhe von ca. 200.000,- Euro wurde seitens des Förderbereichs Kinder- und Jugendhilfe der Aktion Mensch im Spätsommer 2008 positiv beschieden. Damit waren zwei Drittel der erforderlichen Gelder gesichert. Hätte man ansonsten mit einer derartigen Förderung im Rücken gut weitere Förderer für die erforderliche Kofinanzierung akquirieren können, so gestaltete es sich in diesem Fall äußerst schwierig. Denn nahezu zeitgleich mit den Bemühungen um die Kofinanzierung ereignete sich die Lehman-Pleite und in der Folge begann die Wirtschaftskrise. Angefragte Förderer reagierten dementsprechend zurückhaltend. Die Träger haben dennoch im September 2008 mit der Realisierung begonnen – darauf vertrauend, dass es gelingen wird, die erforderliche Kofinanzierung während der Laufzeit zu realisieren. Dies war mit einem gewissen Risiko verbunden, aber die Alternative wäre der Abbruch des Vorhabens gewesen. Und dazu waren die Träger nach all den

ES GEHT LOS Der Titel des Vorhabens lehnt sich bewusst an bekannte Fernsehshows an. Hätte man bei Jugendlichen explizit für ein Projekt zum interkulturellen und interreligiösen Lernen geworben, so wäre das Ergebnis höchstwahrscheinlich mehr als bescheiden ausgefallen. So aber stand die Talentförderung im Vordergrund. Die eigentliche Zielsetzung des Vorhabens war erst auf den zweiten Blick erkennbar. Dementsprechend groß war das Interesse, auf das die stadtweit gestreuten Flyer und Plakate stießen. Insgesamt fast 1.000 Jugendliche meldeten sich. Diese wurden zu so genannten „Castings“ in Schulen, Berufsbildungseinrichtungen und Jugendfreizeitstätten eingeladen. Aber auch hier wieder der entscheidende Unterschied zu den bekannten Shows: kein Druck, keine Bloßstellung, sondern in entspannter Atmosphäre Informationsvermittlung zu Projektinhalt und -verlauf, Vorstellung der Verantwortlichen und Gelegenheit für die Jugendlichen, ihr Talent im Rahmen eines kurzen Beitrags zu präsentieren – ein Kann, aber kein Muss. Den Jugendlichen wurden bei den Castings auch die Anforderungen vermittelt: Regelmäßige Teilnahme für den Zeitraum mindestens eines halben Jahres und Arbeit im Team. Gleichzeitig wurden mögliche Missverständnisse ausgeräumt, so z. B., dass am Ende des Projektes kein Plattenvertrag stehen wird. In der Folge konnten sich die Jugendlichen schließlich verbindlich zur Teilnahme an dem Projekt anmelden. Etwas mehr als 160 Jugendliche „blieben übrig“ – also ziemlich genau die angestrebte Teilnehmerzahl. Rückwirkend hat es sich als richtig erwiesen, zunächst möglichst viele Jugendliche mit Kommunikationsmaßnahmen zu erreichen. Denn wie bei vielen anderen vergleichbaren Aktionen hat sich auch hier die anfängliche Begeisterung relativiert und nur ca. 16% der ursprünglichen Interessenten begannen im Januar 2009 mit „Dortmund sucht dein Talent“. DAS ERSTE HALBJAHR Nach einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung teilten sich die Jugendlichen auf die ausgewählten Workshops in den Bereichen Tanz, Schauspiel, Musikproduktion und Film/Video auf. Die Workshops wurden mehrmals pro Woche – an verschiedenen Tagen und vier unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet – angeboten, um so den Jugendlichen die Teilnahme zu erleichtern. Auf einen Teilnehmer kamen pro Monat im Durchschnitt ca. drei dreistündige Workshop-Nachmittage. Anfang 2009 ging auch die Projektwebsite „online“. Unter www.dortmund-sucht-dein-talent.de konnten sich Interes-

Das Projekt SEITE 07

Ein Filmteam begleitete „Dortmund sucht dein Talent“ während der gesamten Zeit. Die DVD mit der Dokumentation und Ausschnitten aus der Show kann unentgeltlich bezogen werden bei: [email protected]

senten über die Hintergründe und den Verlauf des Projektes informieren. Eine Art Servicebereich hielt für die Teilnehmer Informationen zu den Terminen, den Standorten sowie den Mitarbeitern bereit. Besonders interessant war für die teilnehmenden Jugendlichen die Galerie mit aktuellen Fotos aus dem Projekt. In mehrwöchigem Abstand fanden an Wochenenden die verschiedenen Phasen der Zukunftswerkstatt statt. Dabei handelte es sich um ein Experiment, da normalerweise die verschiedenen Phasen unmittelbar aufeinander folgend an einem Tag oder einem Wochenende durchgeführt werden. Angeleitet wurden die Jugendlichen von 14 Moderatoren, die am Anfang des Projektes vom „Team Zukunftswerkstatt“ (Köln) in der Methode ausgebildet wurden. Mit der Einbettung der drei Phasen – der Kritik-, der Utopie- und der Realisierungsphase – in die Workshops des ersten Halbjahres der Projektlaufzeit sollte eine Wechselwirkung zwischen den beiden Maßnahmen erreicht werden: Ergebnisse, Überlegungen und Fragen aus dem einen Bereich sollten in den anderen einfließen. Dabei ging es immer um die Probleme und Chancen des Miteinanders verschiedener Kulturen und Religionen. Im ersten Halbjahr nahm auch der Projektbeirat seine Tätigkeit auf. Das mit Akteuren aus den Bereichen Jugendarbeit, interkultureller und interreligiöser Dialog sowie Vertretern von Förderern besetzte Gremium beriet im Sinne einer Qualitätssicherung die Verantwortlichen bei der Realisierung des Projektes. Besondere Unterstützung erfuhr das Projekt durch das Jugendamt der Stadt Dortmund und seine Einrichtungen. Im Juni herrschte eine zunehmend hektische Atmosphäre, denn nun stand die Präsentation der ersten Ergebnisse an, quasi eine „Halbzeitbilanz“ nach sechs Monaten. Die das Projekt unterstützenden Wirtschaftsjunioren Dortmund Kreis Unna Hamm veranstalteten zum zehnten Mal die Messe „JOBfit“, auf der sich Jugendliche an den Infoständen vieler Unternehmen zwecks Berufsorientierung informieren können. Diese eintägige Open-Air-Veranstaltung auf dem direkt vor dem Dortmunder Rathaus gelegenen Friedensplatz wird alljährlich von ca. 3.000 Jugendlichen besucht und bietet neben den Informationen ein Unterhal-

tungsprogramm. Am 23. Juni 2009 bestritten die Jugendlichen von „Dortmund sucht dein Talent“ dieses Programm – laut Veranstaltern das Beste in der Geschichte der JOBfit. Mit einer anschließenden Grillparty verabschiedete sich das Projekt in die Sommerpause. Auch die Projektverantwortlichen konnten durchatmen und sich in den Ferien erholen. Denn pünktlich zum Ende des ersten Halbjahres war es gelungen, endlich die erforderliche Kofinanzierung sicherzustellen. Über die Monate hinweg hatten immer wieder verschiedene Förderer ihre finanzielle Unterstützung zugesagt – von der Robert Bosch Stiftung, der Heidehofstiftung und der Robert Bosch GmbH über die MAHLE Stiftung sowie die Auerbach Stiftung bis zur Gemeinnützigen Hertie Stiftung. Auch der „Dortmunder Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ beteiligte sich. EIN KLEINER DÄMPFER Die ursprüngliche Planung sah vor, hauptsächlich mit denselben Teilnehmern die gesamte Projektlaufzeit hindurch bis Dezember 2009 zu arbeiten. In den ersten Workshops nach den Sommerferien standen die Teamer aber plötzlich deutlich weniger Teilnehmern gegenüber. Dies hing nicht nur mit Anlaufschwierigkeiten zusammen, sondern im Sommer 2009 „verlor“ das Projekt tatsächlich eine größere Anzahl Teilnehmer (ca. ein Drittel): Neue schulische Herausforderungen oder der Beginn einer Ausbildung verhinderten das weitere Engagement. Mit Werbeaktionen an Schulen, in Freizeitstätten und bei Veranstaltungen mit Jugendlichen – z.B. der Wahlparty „(D)ein Platz für Politik“, einer Initiative des Jugendrings Dortmund zur Kommunalwahl, dem DASA-Jugendkongress u.a. – konnten in einer Kraftanstrengung innerhalb kürzester Zeit so viele Jugendliche nachakquiriert werden, dass die Zahl der Teilnehmer wieder bei über 160 lag. ENDSPURT Das zweite, wegen der Sommer- und Herbstferien wesentlich kürzere Halbjahr von „Dortmund sucht dein Talent“ war geprägt durch die Vorbereitung auf die große Abschlussveranstaltung – eine Multimediashow, in die die Arbeit aller vier Workshops einfließen sollte. Aufgrund der beschriebenen Fluktuation der Teilnehmer ergab sich ein kleines Handicap. Einige ursprünglich ge-

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Das Projekt

plante Produktionen konnten nicht beibehalten werden. Vielmehr rückte die Integration der neuen Jugendlichen in den Fokus. Aber diese schwierige Situation erwies sich auch als Chance: Manche Teilnehmer waren plötzlich neu bzw. anders gefordert und entwickelten sich deshalb sehr positiv. Mit dem näher rückenden Termin der Abschlussshow nahm unter den Teilnehmern die Nervosität zu, denn nur langsam nahm Gestalt an, wie die verschiedenen Beiträge der vier Workshops zu einer Präsentation zusammengeführt werden könnten. Damit dieses schwierige Vorhaben gelingen konnte, wurden in den letzten Wochen des Projektes viele zusätzliche Proben angesetzt. Es war bemerkenswert, wie sich die Teilnehmer dieser Belastung stellten. Die beginnende Vorweihnachtszeit erschwerte das Ganze zusätzlich. Dazu kam die Schwierigkeit, aus der Vielfalt der bis dahin erarbeiteten Songs, Tanzchoreografien, Filme und Theaterszenen allmählich eine Auswahl für die Show zu treffen – und auch gutes „Material“, das im Laufe des Jahres entstanden war und das Thema des Projekts bearbeitete, zugunsten einer runden Geschichte wegzulassen. Gerade dieser Druck führte dazu, die Teilnehmer, die sich ohnehin schon als „eine Familie“ empfanden, noch stärker zusammenzuschweißen. DIE SHOW Nach längeren Überlegungen wurde entschieden, „DsdT – Die Show“ zwei Mal aufzuführen. So sollte Druck von den Jugendlichen genommen werden, da nicht mehr alles von einem Auftritt abhängig war. Die Wahl für den Veranstaltungsort fiel auf das Fritz-Henßler-Haus in Dortmund. Dort führten die Jugendlichen vor ca. 700 Gästen am 10. und 15. Dezember 2009 die Multimediashow auf. Die Show erzählt folgende Geschichte: Angehörige verschiedenster Glaubensrichtungen finden sich nach einer Flugzeugkatastrophe auf einer einsamen Insel wieder und werden sich dort miteinander arrangieren müssen, um überleben zu können. Ein Teil der Geschichte spielt im Himmel, wo sich nach dem Absturz der Teil der Reisenden trifft, die tödlich verunglückt sind. Auch hier treffen Angehörige verschiedener Religionen aufeinander. Nachdem sie akzeptiert haben, dass der Himmel nicht nur der eigenen Religion vorbehalten, sondern für alle da ist, können sie aufeinander zugehen und friedlich miteinander auskommen. „Gewürzt“ war diese Geschichte mit Showeinlagen (Tanz und Musik) sowie multimedialen Akzenten in Form z.B. von Videoeinspielungen eines fiktiven Fernsehformates namens „Heaven TV“. Die Zuschauer beider Veranstaltungen waren begeistert. Das zeigte sich auch daran, dass trotz der relativ langen Dauer der Show von mehr als zwei Stunden kaum ein Zuschauer frühzeitig ging. Als zum Schlusslied alle Jugendlichen die Bühne füllten, hielt es auch die Zuschauer

nicht mehr auf ihren Sitzen. Die Mühen der vergangenen Wochen hatten sich gelohnt und trotz einer relativ chaotischen Generalprobe war die Show ein großer Erfolg – ein schöner „Schlusspunkt“ nach fast anderthalb Jahren „Dortmund sucht dein Talent“. BEMERKENSWERTES „Dortmund sucht dein Talent“ wies viele Merkmale auf, die auch andere Projekte mit Jugendlichen kennzeichnen. Hier sollen einige Besonderheiten hervorgehoben werden, die es von anderen Angeboten unterscheidet: • In dem Projekt waren z.B. wegen der Gruppenarbeit soziale Kompetenzen gefragt. Es überraschte deshalb nicht, dass das Gros der Teilnehmer weiblich war. Auffällig war aber der außerordentlich hohe Anteil von mehr als 70 Prozent weiblicher Teilnehmer. • Nichtchristliche Religionen waren unter den Teilnehmern stärker vertreten als ihr prozentualer Anteil an der Gesamtbevölkerung. Für ein Projekt zur Förderung interreligiösen Lernens war dies von Vorteil. • Das Projekt sollte ein Abbild der Jugendlichen Dortmunds darstellen. Dies gelang. So kamen die Teilnehmer aus fast allen Stadtteilen Dortmunds – den „besseren“ sowie denen mit besonderem Entwicklungsbedarf – und deckten sämtliche Schultypen ab. In der zweiten Hälfte der Projektlaufzeit wurde dieser „Spagat“ durch die Einbeziehung einer Förderschule (Tremonia Förderschule) ganz bewusst noch erweitert. Auch die Altersspanne war mit 13 bis 20 Jahren sehr groß. • Im Rahmen der Evaluation war auffällig, dass die Teilnehmer durchweg die besonders angenehme Atmosphäre im Projekt betonten – trotz der nicht unerheblichen zeitlichen Beanspruchung und der großen Vielfalt der teilnehmenden Jugendlichen. Dies ist insbesondere der Verdienst der die Workshops leitenden Teamer, zeigt aber auch, dass die Inhalte die Jugendlichen angesprochen haben. • Die Zufriedenheit mit dem Projekt war es wohl auch, die dazu führte, dass durchschnittlich 75% der angemeldeten Jugendlichen tatsächlich an den Aktivitäten teilnahmen. Da es immer schwerer wird, Jugendliche langfristig zu binden, ist dies ein sehr gutes Ergebnis, vor allem auch deshalb, weil im Vorfeld insbesondere von Hauptschulen prognostiziert worden war, es würde nicht gelingen, Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf über einen längeren Zeitraum „bei der Stange“ zu halten.

Das Projekt SEITE 09

Fotos linke Seite: Szenen aus „DsdT – Die Show“, großes Foto oben: „Die sieben Todsünden“ – Szene aus „DsdT – Die Show“, Foto rechts oben: Abschluss der Show mit dem gemeinsamen Lied „Die nächste Generation“ (siehe Rückseite dieser Dokumentation), Foto rechts unten: Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau gratuliert den Jugendlichen.

• Hatten sich die Moderatoren bei ihrer Ausbildung für die Methode Zukunftswerkstatt in den einzelnen Phasen doch etwas schwer getan, so zeigten die Jugendlichen insbesondere in der Kritik- und Utopiephase ein derartig großes Engagement, dass die Zeitplanungen sehr deutlich unterschritten wurden. – Die Zukunftswerkstatt hat sich als Methode für die Arbeit mit heterogenen Gruppen Jugendlicher empfohlen. • Das Projekt sollte ursprünglich an vier über das Stadtgebiet verteilten Standorten stattfinden. Es zeigte sich aber, dass die Mobilität der Jugendlichen zwischen den Stadtteilen sehr gering war. Workshops in der Stadtmitte funktionierten hingegen sehr gut, weshalb die Workshops schließlich zum Großteil dort konzentriert wurden. • Es überraschte positiv, dass viele Jugendliche teilnahmen, die mit ihrem überdurchschnittlichen Talent auch anderweitig und allein ihren Weg hätten gehen können, die sich aber dennoch für dieses Projekt und somit die Arbeit im Team entschieden. • Natürlich gab es hier und dort kleinere Reibereien, was sich bei einer so großen Anzahl so unterschiedlicher Jugendlicher nicht vermeiden lässt. Aber bis auf einen Fall von „Cybermobbing“ und einen kleineren Konflikt im Zusammenhang mit der Kurdenfrage blieb das Projekt weitgehend konfliktfrei. • Erfreulich, auch wenn es nicht die eigentliche Zielsetzung war: Für einige Jugendliche ergaben sich aus dem Projekt Orientierung und Kraft, um im schulischen Bereich, in Bezug auf die Ausbildung oder in privater Hinsicht Phasen der Stagnation sowie des Zweifelns zu überwinden und „Weichen“ neu zu stellen.

ES GEHT WEITER Schon zu Beginn der zweiten Projekthälfte sahen sich die Verantwortlichen mit der von den Teilnehmern gestellten Frage konfrontiert: „Wie geht es nach dem Projekt weiter?“ Diese Frage wurde nicht nur aus Interesse gestellt. Für viele der Teilnehmer hatte sich das Projekt zu einer festen Konstante in ihrem Leben entwickelt, zu einer Art Familie. Je näher das Projektende rückte, desto mehr häufte sich diese Frage. Die ursprüngliche Planung sah vor, die Teilnehmer zu gesellschaftlichem Engagement zu ermutigen und ihnen hierfür Betätigungsmöglichkeiten in bestehenden Strukturen (z.B. Vereine) anzubieten. Es zeigte sich aber, dass es der größte Wunsch der Teilnehmer war, gemeinsam als „Dortmund sucht dein Talent“ weiterzuarbeiten. So entwickelte sich schließlich die Idee, das Projekt als Verein zur Förderung des interkulturellen und interreligiösen Lernens bei Jugendlichen fortzuführen. Dies soll auch weiterhin insbesondere durch kreativ-künstlerische Arbeit erfolgen. Im Gegensatz zum Projekt wird der Verein zwar mit Unterstützung der bisherigen Leitung, aber weitestgehend in Eigenverantwortung der Jugendlichen arbeiten, von denen mehr als 50 ihr Engagement zugesagt haben. Manchmal kommt es ganz anders als geplant und das ist gut so! – Im Sinne der Nachhaltigkeit kann einem Projekt eigentlich gar nichts Besseres passieren, als von der ursprünglichen Zielgruppe übernommen zu werden, die nun als Multiplikatoren die Zielsetzung fortführen. TEXT

Benedikt Stumpf

SEITE 10

Statistik

TEILNEHMER-STATISTIK „DORTMUND SUCHT DEIN TALENT“ Soziodemographische und geographische Struktur

GESCHLECHT

RELIGION

insg. 241 Teilnehmer

insg. 241 Teilnehmer = 100%

65 176

Männlich

= im Vergleich zur Religionszugehörigkeit der Bevölkerung in Deutschland

Weiblich

ALTER zum Zeitpunkt der Anmeldung

19 20J. 14 J.

unter

18

Jahre

Jahre

14 Jahre

17 Jahre

16 Jahre

15 Jahre

Teilnehmer unter 14 Jahre: 27, Teilnehmer 14 Jahre: 33, 15 Jahre: 55, 16 Jahre: 52, 17 Jahre: 26, 18 Jahre: 19, 19 Jahre: 16, 20 Jahre: 8, Teilnehmer über 20 Jahre: 5

63% Christlich

17% Muslimisch

2% Jüdisch

3%

15%

Andere Religionen

Keine Religionszugehörigkeit

WOHNSITZ Unterteilt in Stadtbezirke mit hohem (blau) und niedrigem Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund (weiß)

18

15

32

9

15

30

16

31

25

12

16

12

10

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

Teiln.

DOHörde

DOAplerbeck

DOBrackel

DOScharnhorst

DOEving

DOMengede

DOHuckarde

DO DO DO DOInnenstadt Innenstadt Innenstadt Hombruch Ost West Nord

DOAndere Lütgen- (außerhalb dortmund DO)

Interview SEITE 11

WARUM DAS PROJEKT „DSDT“ FÖRDERN? Interview mit Lutz Bessel von der Heidehof Stiftung

Ein Projekt wie „Dortmund sucht dein Talent“ (DsdT) kann nur mit Hilfe und Unterstützung engagierter Förderer erfolgreich realisiert werden. Ein Beispiel hierfür ist die Heidehof Stiftung (Stuttgart), die sich für Projekte und Einrichtungen in den Bereichen der Volks- und Berufsbildung, der Behindertenförderung, der Gesundheit und der Ökologie einsetzt. WIE GENAU IST IHRE STIFTUNG AUF DAS PROJEK T DSDT AUFMERKSAM GEWORDEN?

Lutz Bessel: Wir sind durch die Projektleiter auf das Projekt aufmerksam gemacht worden. Gemeinnützige Einrichtungen können bei uns einen Antrag auf Unterstützung stellen. UND WARUM HAT SICH IHRE STIFTUNG DAZU ENTSCHLOSSEN, AUSGERECHNET DSDT ZU UNTERSTÜTZEN?

Lutz Bessel: Wir halten das Projekt DsdT für ein sinnvolles Vorhaben, welches eine Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft schaffen kann. Darüber hinaus können Problemkreise vermindert werden. INWIEFERN? WAS K ANN DURCH DAS PROGRAMM KONKRET ERREICHT WERDEN?

Lutz Bessel: DsdT gibt Jugendlichen die Möglichkeit, „AhaErlebnisse“ wahrnehmen zu können und dadurch unter anderem ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Außerdem wird den Jugendlichen ermöglicht, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten und hierbei zu lernen, was Teamwork wirklich

bedeutet. Sie können ein Bewusstsein entwickeln, welches ihnen außerhalb womöglich verwehrt geblieben wäre. KÖNNEN PROGRAMME WIE DSDT DIE GESELLSCHAFT NACH ANSICHT IHRER STIFTUNG GRUNDLEGEND VERBESSERN?

Lutz Bessel: Wir glauben, dass es durch Programme solcher Art gesellschaftliche Veränderungen in der Gesellschaft gibt, welche eine Außenwirkung auf jeden Einzelnen haben. Erdenklich ist auch, dass es zu einer Interreligiosität unter den Jugendlichen kommt, was zu mehr Akzeptanz füreinander und untereinander führt. Sehr gute Tendenzen diesbezüglich sind bereits erkennbar und das endgültige Resultat wird in einigen Jahren ersichtlich sein. WAS WÜNSCHT SICH DIE STIFTUNG IN ZUKUNFT FÜR DSDT?

Lutz Bessel: Natürlich, dass das Projekt weitergeht, aber auch, dass andere Städte folgen und so das gesamte Ruhrgebiet erreicht werden kann. Möglicherweise gibt es dann „NRW sucht dein Talent!“ oder sogar „Deutschland sucht dein Talent!“. NOCH EIN PA AR WORTE ZUM SCHLUSS?

Lutz Bessel: Aber gern! Ich wünsche dem Projekt DsdT weiterhin Enthusiasmus und Durchhaltevermögen und glaube an eine nachhaltige Förderung und Verbesserung der Gesellschaft durch DsdT. IN T ERVIE W

Jenny Caterine Franziska Gödecker

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Das Team

TEAMER GANDHI CHAHINE

K ARSTEN KLEFFMANN

seit 2001 Regisseur und Theaterpädagoge, vielfach prämierter Sänger, Texter, Produzent und Gründungsmitglied der RuhrgebietsBand S.O.G., „Sons of Gastarbeita“, seit 2004 zusammen mit Bandkollege Germain Bleich Inhaber von S.O.G-Records in Witten Tätigkeit bei DsdT: Regie (Schauspiel) und künstlerische Gesamtleitung

Freiberuflicher Medienpädagoge/Spiel- und Theaterpädagoge, seit über 15 Jahren in der Projektarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Schwerpunkt Film, Dokumentation tätig. Film-Seminare, Fortbildungen, Inszenierungsarbeiten Tätigkeit bei DsdT: Film- und Videoproduktion

GERMAIN BLEICH

NINA BORKOWSKI

seit 1997 Entwicklung und Leitung diverser Jugendkulturprojekte, Musik-Workshops sowie Produktion für Liedermacher „Frank Baier“ und diverse Kinder- und Jugendmusicals, seit 15 Jahren Musiker und Produzent der Ruhrgebiets-Band S.O.G „Sons of Gastarbeita“ und Produktionsleiter bei S.O.G. Records Tätigkeit bei DsdT: Musik- und Songproduktion

Studium der Kulturwissenschaften, bei G&G Entertainment im Bereich AudioVisuelle Produktion tätig, bisherige Erfahrungen als Dozentin für Tanz an der Tanzschule Dortmund, als TV- und Street Promoterin und freie Journalistin bei den Ruhr Nachrichten Tätigkeit bei DsdT: Tanz

K ATHARINA SECH

STEFAN ILLGUTH (LINKS) KEVIN LUHMANN (RECHTS)

Studentin der Erziehungswissenschaften und Germanistik an der Ruhr Universität Bochum, seit 5 Jahren Leitung von Musik-, Theater- und Filmprojekten mit Kindern und Jugendlichen für G&G Entertainment/Rapschool Projects Witten Tätigkeit bei DsdT: Text- und Songproduktion

Anfangs Teilnehmer des Projektes, später dann Assistenten im Bereich Musik- und Songproduktion

Das Team SEITE 13

KOORDINATOREN

MODERATOREN ZUKUNFTSWERKSTÄT TEN

BENEDIK T STUMPF

ALEX ANDER RUPPRECHT

1991 - 1995 im Kriegsgebiet des ehemaligen Jugoslawiens in der humanitären Hilfe tätig; seit 1996 leitende Funktion in der Entwicklungszusammenarbeit in Südosteuropa in den Bereichen Bildung, Medien und Wirtschaft; seit 2002 Geschäftsführer der multilateral academy ggmbh

Leiter des e-port-dortmund und der B1st SoftwareFactory, Leitung des Bereiches „Soziales“ bei den Wirtschaftsjunioren Dortmund Kreis Unna Hamm

DIRK SCHUBERT

1995 - 1999 Bereichsleiter „Internationale Medienund Kulturprojekte für junge Leute“ bei Auslandsgesellschaft NRW; seit 2000 Tätigkeit als selbständiger Projektentwickler für Bildungsträger, Stiftungen und Kommunen, derzeit Projektkoordinator der Auslandsgesellschaft NRW e.V.

ELVEDINA OKIC

Diplom-Pädagogin bei der Integrationsagentur der AWO Dortmund JENNIFER FREIER

Pädagogische Mitarbeiterin bei Spiel und Kultur „SPUK“ e.V.

AUSBILDER ZUKUNFTSWERKSTÄT TEN

JEANET TE FINGER

Bereichsleiterin bei Dicke & Partner GmbH, seit 2009 im Vorstand der Wirtschaftsjunioren Dortmund Kreis Unna Hamm (Leitung des Ressorts Veranstaltungen) JULIA BOCKRATH

Studium der Sozialen Arbeit an der FH Dortmund; Nebentätigkeiten in Jugendfreizeitstätten und Frauenberatungsstelle Dortmund

STEPHAN G. GEFFERS

Moderator, Trainer, Consultant und Vernetzungsspezialist sowie Herausgeber der VernetzungsWebsite der Zukunftswerkstätten (www.zwnetz.de und www.zwteam.de/ moderation) PETRA EICKHOFF

Trainerin, Moderatorin und Coach sowie Vorstandsmitglied im Zukunftswerkstätten Verein zur Förderung demokratischer Zukunftsgestaltung e.V.

NAIMA SAMAGHI

Diplom-Pädagogin; seit 2008 Honorarkraft im Bereich Kreativ- und Tanzangebote an OGGS KUNTHANEE BOEK WAREE

Pädagogische Hilfskraft im Lernzentrum Wellinghofen/ Dortmund

SUSANNE HALBIG

Inhaberin des Unternehmens „Die MUTFabrik“, Werkstatt für Kommunikation, Berufsreflexion und aktive Zukunftsgestaltung (www.diemutfabrik.de)

MARKETING / PR KHAMSA DJEMMAL

Fachberaterin in der JobAgentur Witten HANS SMEDINSKI

Diplom-Sozialarbeiter/ Pädagoge

HANNA YABROUDI

Werbekauffrau, Leitung Marketing & Kommunikation bei der multilateral academy PASCALE GAUCHARD

NICLAS MEIER

Diplom-Sozialarbeiter und Diplom-Sozialpädagoge

PR-Journalistin, Leitung Kommunikation bei der Auslandsgesellschaft NRW

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Interview

„JUGENDLICHE SIND DIE ZUKUNFT“ Interview mit Kea, Regieassistentin bei DsdT, und Gandhi Chahine, künstlerische Gesamtleitung

WIE ENTSTAND DIE IDEE FÜR „DORTMUND SUCHT DEIN TALENT“?

Gandhi: Wir hatten einfach mal das Bedürfnis etwas zu machen, das mit dem Thema Religion und Kultur zu tun hat. Wir sind der Auffassung, dass es zukünftig diverse Probleme geben wird, wenn wir an dem Thema nicht arbeiten. Es war für uns schwer nachzuvollziehen, warum es so viele Probleme innerhalb der Kulturen und Religionen gibt, warum es nicht gelingt, sich auszutauschen, sich auf gleicher Augenhöhe zu begegnen. Und daraus entstand die Idee, ein Projekt für Jugendliche zu machen, weil wir glauben, dass Jugendliche die Zukunft sind. Wir möchten den Jugendlichen gerne vermitteln, dass die zukünftige Gesellschaft einfach besser zusammenleben kann, wenn die Menschen mehr aufeinander zugehen, sich austauschen und respektvoll miteinander umgehen. BEDAUERT IHR, DASS DAS PROJEK T SCHON HALBZEIT HAT?

Gandhi: Ich finde es nicht schade, dass die Halbzeit schon vorbei ist, weil ich mich sehr aufs Finale freue. Ich denke schon, dass der erste Teil sehr schön gewesen ist, aber letztendlich ist das Entscheidende die Premiere von DsdT. Ich

bin schon jetzt sehr aufgeregt und kann es kaum abwarten, euch alle auf der Bühne zu sehen. Kea: Ich denke zudem auch, dass es ganz gut ist, wenn man auch noch ne kleine Pause hat, ne kleine künstlerische Schöpfungsphase für die Jugendlichen und die Teamer. WIE HABEN SICH DEINE TEILNEHMER SEIT BEGINN DER WORKSHOPS ENT WICKELT?

Gandhi: Die Teilnehmer haben sich wirklich sehr gut entwickelt. Ich kann von meinem Schauspielbereich sagen, dass jetzt viele deutlich besser geworden sind, was die Art und Weise des Schauspielens, was das Timing, was die Lautstärke betrifft. Und was auch wirklich gut gelungen ist, dass eine Gemeinschaft entsteht und die Leute aufeinander zugehen und ehrlich miteinander umgehen, auch wenn die Leute total unterschiedlich sind. Aber auch in den anderen Workshops gibt’s diese Entwicklung. Wir denken schon, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das macht halt Spaß. Die Leute zeigen immer mehr Talent und trauen sich immer mehr zu spielen. Es gab am Anfang viele Leute, die sehr zurückhaltend waren und die sich jetzt mittlerweile viel mehr zutrauen.

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Foto linke Seite: Nach dem Flugzeugabsturz – Szene aus „DsdT – Die Show“, Foto rechts unten: Brainstorming in der Kritikphase einer Zukunftswerkstatt

Kea: Aber die Leute fangen jetzt auch langsam an, immer mehr Interesse für das Thema zu zeigen und das finde ich auch sehr wichtig. Ich hoffe, dass sie sich mit dem Thema privat beschäftigen und ihren Freundeskreis mit einbeziehen und weiter geben, was sie hier vermittelt bekommen. WAS GEFÄLLT EUCH AM BESTEN BEI DSDT?

Gandhi: Also im Grunde genommen ist die Idee sehr gut, sich mit dem Thema künstlerisch-kreativ in verschiedenen Workshopphasen und Elementen auseinander zu setzen. Es ist auch sehr gut, dass dieses Projekt nicht nur 2-3 Wochen dauert, sondern wirklich ein ganzes Jahr läuft, weil man ganz andere Möglichkeiten hat. DsdT ist einfach eine Plattform, die es Leuten ermöglicht, sich zu treffen und zusammenzuarbeiten, die sich sonst nie treffen und nie miteinander zusammenarbeiten würden. Ich denke, dass man die Idee von DsdT weiter fortsetzen kann. Überlegt doch mal, wen ihr alles durch DsdT kennen gelernt habt, mit wem ihr jetzt spielt, wie die Atmosphäre ist. Teilweise ist man auch zurückhaltend und schüchtern, aber man lernt einfach, ganz anders auf Leute zuzugehen, andere Leute zu verstehen. Man entwickelt auch ein Verständnis für andere Religionen und Traditionen, für bestimmte Menschen und man geht offener auf Menschen zu. Das zweite Element ist, dass ihr alle Talent mitbringt und dass wir euch euer Talent zeigen und wir euch helfen, euer Talent weiterzuentwickeln.

groß geworden. Je mehr ich von einer Religion und Kultur weiß, desto mehr Verständnis bringe ich ihnen entgegen. Kea: Ja, das sehe ich genauso. Ich finde es halt wichtig, dass man bestimmte Sachen weiß, um die Vorurteile abzubauen, die in einer Gesellschaft entstehen und wenn man dann mehr weiß, dann kann man auch mehr Leute darüber aufklären und somit Vorurteile abbauen. MACHT ES DIR SPASS, MIT UNS ZU ARBEITEN?

Gandhi: Es macht natürlich sehr viel Spaß, aber es nervt auch, wenn einige unkonzentriert sind, manchmal Faxen machen. Aber ich meine, hallo, das ist einfach das Leben. Und ich finde diesen Umgang miteinander sehr toll, die Lockerheit, mit der wir miteinander umgehen. Ich freue mich je-

SETZT IHR EUCH OFT MIT ANDEREN KULTUREN AUSEINANDER?

Gandhi: Also, die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen ist bei mir berufsbedingt. Ich meine, ich bin halt der Frontman der S.O.G. (Sons of Gastarbeita) – das ist eine Band, die auch multinational besetzt ist. Seit Anfang der neunziger Jahre setze mich schon mit anderen Kulturen und Religionen auseinander. Mein Vater kommt aus Israel, meine Mutter kommt aus dem Libanon und ich bin halt mit den Religionen

denfalls jedes Mal auf die Proben. Definitiv! Und mit den Teilnehmern, die wir jetzt in den Gruppen haben, würde ich auf jeden Fall gerne weiter zusammen arbeiten. Ich muss sagen, es gibt Leute, die wir mit der Zeit richtig lieb gewonnen haben.

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Interview

Foto links unten: 12 Monate à 3 Tage à 3 Stunden… – die intensive Arbeit im Projekt schweißt Teamer und Teilnehmer zusammen, Foto rechts unten: Musikworkshop – Arbeit im Tonstudio

WIRD ES MIT DSDT WEITERGEHEN ODER ET WAS NEUES IN DIESER ART GEBEN?

Gandhi: Also, sobald das Projekt abgeschlossen ist, ist das Projekt abgeschlossen. Aber wir planen natürlich auch für 2010 weitere Projekte, die ähnlich sind von der Konzeption, vielleicht mit anderen Inhalten. Aber wie ihr euch vorstellen könnt, haben wir ein Jahr gebraucht, um die Mittel und Gelder für dieses Projekt zu bekommen. Das war eine Riesenarbeit. Dirk Schubert und ich haben das Konzept entwickelt in Kooperation mit dem Benedikt Stumpf und der Benedikt hat sich mit der Auslandsgesellschaft darum gekümmert, dass die Gelder kommen. Die Proben bekommt ihr mit, aber das ganze Drum Herum, was im Hintergrund noch abläuft, das ist schon enorm viel Arbeit. SEHT IHR EINIGE GROSSE TALENTE BEI DEN TEILNEHMERN?

Kea: Ja, ich denke schon. Teilweise kommen halt Leute hier hin, die haben schon einiges drauf, aber ich denke, dass solche

Talente auch gefördert werden müssen. So ein Grundtalent ist schon bei fast allen da, aber es ist halt wichtig, Talente zu fördern. Ohne die Förderung kann man aus den besten Talenten nichts machen. Man muss halt schon dafür arbeiten. Gandhi: Es gibt viele talentierte Leute. Ja, da stimme ich Kea

zu und das beste Talent nützt natürlich nichts ohne Förderung. Hundertprozentig! Ich bin überzeugt davon, dass viele, die in der Schauspielgruppe sind oder auch beim Tanzen oder Filmen oder in der Musikproduktion, das halt viele Leute diese Arbeit fortsetzen, weil sie selber Spaß gefunden haben an dem, was sie tun. Solange du Spaß an einer Sache hast, dann kannste halt gucken, wo du auch weiter spielen und dich weiter entwickeln kannst. Kea: Das ist natürlich eine Weiterentwicklung vom Ehrgeiz und ohne den Ehrgeiz bringt das auch nichts, diese Workshops weiterzuführen. Aber ich glaube, dass der Ehrgeiz bei allen da ist. KÖNNTET IHR EUCH VORSTELLEN, DASS DIE TEILNEHMER DARÜBER HINAUS NOCH WEITER MIT IHREN TALENTEN ARBEITEN KÖNNTEN?

Gandhi: Also, wenn du nach einem Jahr einen der Workshops besucht hast, dann weißt du auf jeden Fall, was du kannst und dann kannst du für dich die Entscheidung treffen, macht es dir Spaß oder eben nicht. Viele sind dabei, weil sie es mal ausprobieren wollen. Aber ich denke mir schon, dass ein hochprozentualer Anteil der Teilnehmer diese Arbeit auch weiterführen wird, wenn die Leute spätestens nach den Aufführungen gesehen haben, dass sie was draufhaben, was können und merken, was es bedeutet auf der Bühne zu stehen, vor einem Publikum aufzutreten, wenn sie gemerkt haben, es macht Spaß, auch wenn es mit Arbeit verbunden ist. Davon bin ich überzeugt! Kea: Es gibt auch... also wenn man Schauspielerin ist, dann hat man immer das Bedürfnis, auf der Bühne zu stehen, das kenne ich bei mir ganz stark. Man steht einmal auf der Bühne und möchte es immer wieder, man sucht immer wieder was Neues, wo man seine Ideen umsetzen kann, also denke ich schon, dass einige weiter machen werden. IN T ERVIE W

Sonia Jelassi und Sarah Pawelzik

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„ AUF DEM WEG NACH DEM INNEREN ZEN“ Interview mit Konstantin Bykov, 19 Jahre, Teilnehmer des „Schauspiel-Workshops“

HAST DU WÄHREND DES WORKSHOPS SCHON VIELE FREUNDE GEFUNDEN?

Konstantin Bykov: Ja klar.

Bykov: Ich hab nichts auszusetzen. Gandhi ist super. Er findet die richtigen Worte.

Szene aus „DsdT – Die Show“: ob auf der Bühne oder in den Filmeinspielungen von „Heaven TV“, Engel spielen bei der Show eine zentrale Rolle.

KÖNNTEST DU DIR VORSTELLEN, DIE SCHAUSPIELEREI SPÄTER ZUM BERUF ZU MACHEN?

WAS GEFÄLLT DIR AM BESTEN BEI DSDT?

Bykov: Jo!

Bykov: Die Mädels. Nicht alle, aber fast. So 1/3.

WÜNSCHST DU DIR, DASS „DORTMUND SUCHT DEIN TALENT“ WEITERLÄUFT?

HAST DU VIEL SPASS BEI DSDT?

WIE FINDEST DU GANDHI?

Bykov: Auf jeden Fall. Ja, ich freue mich sehr, wenn wir alle zusammen sind und wenn wir alle durch dick und dünn gehen, Freundschaften entstehen und dass die Beziehung und die Anatomie stimmt und dass wir am Ende alle glücklich miteinander saufen können.

Bykov: Es kommt drauf an, ob ich mich selbst als guter Schauspieler zu dem Zeitpunkt finde oder nicht. Ist eher eine rationale Sache von den Ozonströmen und so weiter. HÄT TEST DU GERNE MEHR JUNGS IN DER GRUPPE?

WIE FÜHLT SICH DAS AN, IM SCHAUSPIEL-WORKSHOP ALS MANN IN DER MINDERHEIT ZU SEIN?

Bykov: Nee, bin ich schwul? Mir reichen schon zwei. Obwohl Konkurrenten kann man das nicht nennen. Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden. Das Gleiche wie in ein Fass voll Fanta zu springen.

Bykov: Voll peinlich! Ich bin nicht so selbstbewusst. Eigentlich bin ich sehr schüchtern.

HAST DU SCHON DEIN SCHAUSPIEL-TALENT ENTDECK T?

Bykov: Ich bin noch auf dem Weg nach dem inneren Zen. KOMMST DU MIT ALLEN DSDT-TEILNEHMERN GUT KL AR?

Bykov: Ja. Früher dachte ich mir, so Vorurteile haben sich schon ein paar gebildet, im Endeffekt habe ich alle lieb.

IN T ERVIE W

Sonia Jelassi und Sarah Pawelzik

Foto links oben: Tänzer bei „DsdT – Die Show“, Foto rechts oben: Auftritt von DsdT auf der JOBfit, einer Messe zur Berufsorientierung. Foto rechts mittig: Eine Teilnehmerin leuchtet Aufnahmen des Film-Workshops aus. Foto rechts unten: Rollenspiel in der Utopiephase der Zukunftswerkstatt. Foto unten links: entspannte Jam-Session des Musik-Workshops. Foto unten rechts: ausgelassene Stimmung bei den Vorbereitungen zur Show.

Impressum SEITE 19

KONTAK T ZU DORTMUND SUCHT DEIN TALENT

[email protected] dortmund-sucht-dein-talent.de www. dortmund-sucht-dein-talent.de Telefon: + 49 (0) 231 84 79 64 20 VERANT WORTLICH FÜR DEN INHALT

Hanna Yabroudi, Benedikt Stumpf INTERVIEWS

Jenny Caterine Franziska Gödecker, Sonia Jelassi und Sarah Pawelzik PROJEK T TRÄGER

GRUßWORT Hallo liebe mitwirkende Jugendliche bei DsdT – Die Show. Wir, die Auerbach Stiftung, unterstützen Projekte, bei denen Jugendliche unterstützt oder gefördert werden. An Eurem Projekt DsdT hat uns ganz besonders gut gefallen, dass dabei das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen verstärkt wurde. Herr Gessler besuchte DsdT – Die Show am 15. Dezember 2009 als Vertreter der Auerbach Stiftung. Er war von Eurem Können auf der Bühne total beeindruckt und begeistert. Dass Jugendliche eine solche Show aufführen können, hätte er nicht für möglich gehalten. Wir, die Auerbach Stiftung, möchten uns deshalb recht herzlich bei Euch für Euren Fleiß und persönlichen Einsatz bei DsdT bedanken. Es freut uns sehr, dass bei DsdT so viele Jugendliche mitgemacht haben und gemeinsam eine solch gelungene Show aufführen konnten. Solltet Ihr also mal wieder ein Projekt planen, dann gebt uns Bescheid, denn wir sind gerne bereit Euch bei einem weiteren Projekt zu unterstützen.

multilateral academy ggmbh Benedikt Stumpf Weißenburger Str. 23, D-44135 Dortmund Telefon: + 49 (0) 231 39 54 71-0 [email protected], www.mla-net.org Die 2002 gegründete multilateral academy ggmbh engagiert sich für die Förderung der Entwicklung vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ihrer Erziehung, ihrer gesellschaftlichen Teilhabe und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur. Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. Dirk Schubert Steinstraße 48, D-44147 Dortmund Telefon: + 49 (0) 231 8 38 00 65 in[email protected], www.agnrw.de Humanität und Toleranz kulturell, politisch und sprachlich begreifen, Auslandsbeziehungen ausbauen und pflegen, über andere Kulturen informieren und das Verständnis für sie fördern, sind seit 60 Jahren Ziele der Auslandsgesellschaft NRW e.V.. FOTOGRAFIE

Marc F. Mancke GESTALTUNG

Wir wünschen Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010. Wir freuen uns, bald wieder etwas von Euch zu hören.

Hilbig Strübbe Partner Büro für Design und Kommunikation Gestaltung und Illustration: Anja Kauke www.hilbig-struebbe-partner.de

Liebe Grüße,

DRUCK UND VERARBEITUNG

Hitzegrad Print Medien GmbH, Dortmund www.hitzegrad.de AUFLAGE

das Team der

1.500 Stk.

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WWW.DORTMUND-SUCHT-DEIN-TALENT.DE

SCHIRMHERRSCHAFT

TRÄGER

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer

Oberbürgermeister Ullrich Sierau

PARTNER

FÖRDERER

Songs aus dem Musikworkshop Schau ins Licht

Du bist nicht allein

Die nächste Generation

Solange es noch Menschen gibt, dieSchau zueinanderhalten, ins Licht wird die Liebe weiterblühen und unser Leben neu gestalten. Solange es noch Hoffnung gibt und genug Zuversicht, überwinden wir das Dunkle und dann geht es raus ans Licht. Solange es noch Liebe gibt und Menschen, die sich lieben, und jemand an dich glaubt, wirst du nie verlieren. Solange es noch Zukunft gibt, an die wir alle glauben, lohnt es sich zu kämpfen, bis du dein Ziel erreichst.

Du bist nicht allein. (2x 3 Wiederholungen)

„Hey!“ Wir tanzen alle zum Beat und stecken voll Energie. (Chorgesang: ujeaaa) Wir haben den Rhythmus, der Song ist der Hit. Jetzt steht auf und macht alle mit.

Nimm meine Hand, lass mich nie wieder los, mit Herz und Verstand überwinden wir alles, egal wie groß. Nimm meine Hand, geh mit mir Richtung Licht. Durchbrich’ diese Wand, Menschen voller Hoffnung, die sterben nicht.

Du bist nicht allein, dreh dich um und du siehst: Wir sind bei dir. Du bist nicht allein: für die Ewigkeit zusammen im Jetzt und Hier Du bist nicht allein: Wir sind alle gleich, egal von welcher Art. Du bist nicht allein denn Gott hat uns gleich gemacht

Refrain: Du bist nicht allein, (2x) auch wenn du mal verzweifelt bist. Du bist nicht allein, (2x) auch wenn du mal am Abgrund stehst. (2x) Unser Ziel ist die Unendlichkeit an einem andern Ort. Die Welten werden sich verein’, die Ängste ziehen fort. T E X T UND MUSIK Stefan Illguth und Yashar Chinahkash

Refrain Schau ins Licht. Wir sind die Hoffnung, sind der Glaube und die Zuversicht. Hör uns zu und gibt nicht auf. Lass es zu, dass das Licht das Dunkle bricht. MUSIK UND T E X T Gandhi Chahine und Germain Bleich

Pre: Egal ob groß oder klein, ob schwarz oder weiß: Bei uns sind alle dabei.

„Hey!“ Die nächste Generation: Wir nehmen dich mit, du bist mit dabei „Hey!“ Die nächste Generation: Schau nach vorne und bleib dir treu. „Hey!“ Hier stehn wir alle zusamm’ und jeder zeigt was er kann. (Chorgesang: ujeaaa) Die nächste Generation ist am Start. Wir bringen euch alle auf Trab. MUSIK Germain Bleich T E X T Stefan Illguth, Germain Bleich

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